Therapieangebot

 

 

Artikulationsstörungen (Lautbildungsfehler)

ICD F80.0

Kinder erwerben die Sprachlaute ihrer Muttersprache in einer geregelten hierarchischen und zeitlichen Abfolge. Werden Laute falsch gebildet, spricht man von einer Artikulationsstörung, z.B. typischerweise das Lispeln von „s“. Zeigt das Kind eine zeitliche Abweichung in der Lautentwicklung, lässt Laute aus oder ersetzt sie, bezeichnet man dies als Phonologische Verzögerung, .z.B. „Sule“ statt“ Schule“

 

Expressive Sprachstörungen (Sprachentwicklungsverzögerungen)

ICD F80.1

Dysgrammatismus: Die Kinder haben Probleme mit dem Satzbau, der Anwendung von Mehrzahl, Zeiten, Artikel, Fällen usw. Kinder lernen im normalen Spracherwerb bis zum vierten Lebensjahr die wichtigsten grammatikalischen Regeln ihrer Muttersprache. Zweiwortäußerungen sind ab dem 2. Lebensjahr, Mehrwortäußerungen ab ca 2,6 Jahren wichtig. Wortschatz: Kinder mit einem geringen Wortschatz können sich Wörter schlecht merken und verwenden viele Phrasen. Hat ein Kind bis zum 2. Lebensjahr weniger als 50 Wörter gelernt, wird es durch den Sprachentwicklungstest für zweijährige Kinder (SETK) von mir abgeklärt. Die Eltern können nach Bedarf logopädische Beratung in Anspruch nehmen, um ihr Kind selbst zu fördern.

 

Rezeptive Sprachstörungen (Sprachverständnisstörungen)

ICD F80.2

Sind Probleme im Verstehen von Sprache, d.h. das Kind kann Aufträge nicht ausführen oder gibt inadäquate Antworten, da es die genaue Anweisung/ Frage nicht versteht. Besonders längere Sätze verstehen die Kinder nur mühsam. Sie scheinen manchmal „schlecht zu hören“, sind leicht abgelenkt und fragen oft nach.

 

Störungen des Lesens und Schreibens (LRS)

ICD F81

Störungen beim Erwerb des Lesens oder Schreibens, die sich auf Probleme der Lautverarbeitung zurückführen lassen. Oft fehlen dem Kind grundlegende Voraussetzungen im Bereich der Wahrnehmung, Motorik und Sensorik. Diese Fähigkeiten entwickeln sich vorwiegend in den ersten sechs Lebensjahren.

 

Hörstörungen

ICD H90-H91

Angeborene oder erworbene Hörstörungen mit ihren Auswirkungen auf Sprache, Sprechen und Kommunikation.

 

Myofunktionelle Störungen

ICD K07.5

Fehlfunktion von Kau- und Gesichtsmuskulatur, falsche Schluckgewohnheiten mit häufigen Auswirkungen auf die Zahn- und Kieferstellung. Oft kombiniert mit dauernder Mundatmung und interdentaler Lautbildung.( Bsp: Lispeln)

 

Stimmstörungen/ Atemstörungen

ICD R49

Heiserkeit und Stimmschwäche, dauernde Veränderung des Stimmklanges oder auch Stimmversagen.

 

 

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